Nachhaltige Verantwortung in der Fruchtsaft-Industrie – Viele Wege führen zum Ziel 

Fruchtsaft ist ein Naturprodukt, das in Deutschland bereits eine über 100-jährige Tradition hat. Die Fruchtsafthersteller fühlen sich ihrem Rohstofflieferanten, der Natur, schon immer in besonderer Art und Weise verpflichtet. Daher ist es ihr oberstes Ziel, ihre Fruchtsäfte nicht nur so naturnah wie möglich zu belassen, sondern dabei auch im Einklang mit der Natur zu handeln. Denn alles was gegen die Natur geht, geht auf Dauer zu Lasten der Menschen.

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Heutzutage ist es mehr denn je wichtig, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte zu verbinden.

Bei der nachhaltigen Herstellung von Fruchtsäften spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle: vom Anbau der Rohstoffe, über die Verarbeitung bis hin zur Produktion und Verpackung.

 

 

Obstanbau auf Streuobstwiesen

Streuobstwiesen zählen zu den wichtigsten Rohstofflieferanten der Fruchtsafthersteller. Von hier beziehen sie vor allem Äpfel. In Deutschland werden je nach Witterungsverlauf pro Jahr zwischen 250.000 und 850.000 Tonnen Streuobstäpfel an die Keltereien geliefert.

Streuobstwiesen tragen erheblich zum Schutz der Biodiversität bei und zählen zu den artenreichsten und wichtigsten Ökosystemen Europas. Sie bieten Lebensraum und Nährboden für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten; darunter auch einige gefährdete Arten wie der Steinkauz. Sie bieten Vögeln Platz zum Nisten und ein nachhaltiges Nahrungsangebot für Hummeln und Bienen.

Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume. Daher kann die Wiese gleichzeitig auch als Weide für Tiere genutzt werden. Eine ziemlich effiziente Flächennutzung!
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Ein ganz besonderer und wertvoller Schatz der Streuobstwiesen ist die Vielzahl alter, aromatischer Obstarten, der in dieser Art einmalig ist. Mit dieser Vielfalt alter Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten ist eine einzigartige Geschmacksintensität verbunden.

Die Fruchtsafthersteller fördern den Streuobstanbau und tragen zum Schutz und Erhalt der Streuobstwiesen bei. So zum Beispiel durch fest vereinbarte Ernteverträge.

Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Stärkung des regionalen Obstanbaus.

Von der Streuobstwiese bis zum Fruchtsafthersteller liegen meist nur kurze Transportwege, was die Umwelt schont und eine optimale Qualität der Säfte garantiert.

 

Verarbeitung – 100-prozentige RohstoffverwertungGrafik_100Punkte.jpg

Die Apfelsaftproduktion ist ein Paradebeispiel für praktizierte Kreislaufwirtschaft.

Der Apfel wird bei den Fruchtsaftherstellern zu 100 % verarbeitet.

Etwa 75 % werden zu Apfelsaft.

Die restlichen 25 %, der sogenannte Trester, bestehend aus Schale, Kernen und Fruchtfleischresten, wird weiterverwertet. So wird der ballaststoffreiche Trester unter anderem in der Tierfütterung geschätzt. Zudem kommt er in Form von Apfelpektin als pflanzlicher Gelatine-Ersatz zum Einsatz. Auch zur Energiegewinnung in Biogasanlagen und als Brennstoff kann er in Form von Trester-Pellets genutzt werden.

Dieser Kreislauf gilt auch für die Verarbeitung von anderem Kern- und Beerenobst.

 

 

Klimaneutrale Produktion – Ausgleich schaffen

Bei der Produktion von Fruchtsäften lässt sich ein gewisser Ausstoß von CO² nicht vermeiden. Hier gibt immer mehr individuelle Konzepte der Hersteller, die freigesetzten Treibhausgase zu kompensieren. Die Emissionsmenge wird dann beispielsweise mit Klimaschutzprojekten oder erneuerbaren Energieprojekten ausgeglichen.

So kann trotz CO²-Ausstoß klimaneutral produziert werden.

Die Verwendung von Ökostrom ist ebenfalls ein wichtiger Schritt für eine klimaneutralere Produktion.

 

 

Verpackung – Abfallreduzierung & Recycling

Fruchtsäfte und -nektare werden in unterschiedlichen Verpackungen angeboten, die sich grundsätzlich entweder dem Einweg- oder dem Mehrwegsystem zuordnen lassen. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Verpackungsformen weiß der Verbraucher sehr zu schätzen.

Im Bereich Mehrweg ist das VdF-Glas-Mehrwegsystem nun seit fast 50 Jahren im Einsatz. Dieses etablierte und gut funktionierende System wird bundesweit flächendeckend von rund 300 Fruchtsaftherstellern eingesetzt. In einem geschlossenen Kreislauf zwischen Herstellern, Handel und Verbrauchern werden die Flaschen und Kästen immer wieder eingesetzt mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren. Danach werden sie recycelt und zu neuen Flaschen und Kästen verarbeitet. 

Im Bereich Einweg punkten beim Thema Nachhaltigkeit zum Beispiel biobasierte Verpackungen, also Verpackungen auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz/Papier oder Biokunststoffen. Diese Verpackungen werden stets weiterentwickelt. So ist es beispielweise mittlerweile auch möglich, dass die Deckel von Fruchtsaftverpackungen und die Polyethylen-Schichten in Kartonverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.

Auch die Verwertung durch Recycling von beispielsweise PET-Verpackungen trägt zur Abfallreduzierung bei. Durch die geplante Bepfandung von PET-Flaschen wird der Recycling-Anteil in Zukunft weiter wachsen. Dann werden in der Fruchtsaftbranche rund 98 Prozent aller Gebinde recycelt oder als Mehrweg befüllt!

Nachhaltigkeit weltweit verbessern

Die Branchen-Plattform „Juice CSR“ (Corporate Social Responsibility) dient dem Austausch von Best-Practice-Beispiele entlang der gesamten Fruchtsaft-Wertschöpfungskette mit dem Ziel, die Nachhaltigkeitspraktiken der gesamten Branche weltweit zu verbessern.

Die Mitglieder verpflichten sich, die ökonomischen, sozialen, ökologischen, ethischen und menschenrechtlichen Verpflichtungen und Herausforderungen in der gesamten Lieferkette gemeinsam mit relevanten Stakeholdern anzugehen.           

Die Grundlage für die Zusammenarbeit innerhalb der Plattform bilden verschiedene CSR-Prinzipien. So zum Beispiel:

Ø  Schutz der Umwelt. Natürliche Ressourcen sollen effizient und optimal genutzt werden

Ø  Respektieren der Menschenrechte, Schaffung akzeptabler Arbeitsbedingungen und Hilfe für die Gemeinschaften, sich zu entwickeln

Ø  Förderung des Zugangs zu und des Transfers von Wissen, Fähigkeiten und Technologien

 

 

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