<p>eine Absatzförderungskampagne desVdF.</p><h1>Fruchtsaft mit Geschmack Fruchtnektar Fruchtschorle</h1><p>Verbandes. Fruchtsaftschorle, Fruchtsaftgetränk Fruchtsaft geschichten</p><h3>Der VdF e. V. (VdF) ist der zentrale Verband aller Fruchtnektar- und Gemüse-/-nektarhersteller in Deutschland. Er vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Branche Fruchtsaft national und international und unterrichtet seine Mitglieder in allen, die Industrie betreffenden, aktuellen Fragen Mosttausch, Obstgetränkeindustrie, hersteller in Deutschland Süßmostindustrie Halbware.<br></h3>


Ein Besuch beim Familienunternehmen Kumpf, in vierter Generation Fruchsafthersteller

„Wir lieben Saft!“ Zu diesem Bekenntnis steht Albrecht Kumpf heute genauso geradlinig wie sein Urgroßvater Ernst Kumpf, der das Familienunternehmen 1898 mitten im Streuobstgebiet vor den Toren Ludwigsburgs als eine der ersten Fruchtsaftkeltereien in Deutschland gründete. Mögen sich die Umstände im Laufe der Jahrzehnte geändert haben, die Motivation blieb dieselbe: Die Achtung vor der Schöpfung! Heute in einer Zeit der Werteverluste ist das eine besondere Herausforderung – und aktueller denn je.

Die Gründerzeit

Urgroßvater und Firmengründer Ernst Kumpf erkannte schon früh den gesundheitlichen Wert des Obstes und suchte schon während seines Pharmaziestudiums und später an seinem Arbeitsplatz in der Stuttgarter Hirschapotheke nach Möglichkeiten, diesen Wert zu konservieren. Als Anhänger der „Blaukreuz-Bewegung“, die den Alkoholmissbrauch bekämpft, war Fruchtsaft für ihn nicht nur eine gesunde Alltags-Alternative zum alkoholhaltigen Most. Für ihn war Fruchtsaft auch Medizin gegen die Mangelkrankheiten der Zeit – wie Rachitis oder Skorbut.

1898 schenkte ihm sein Schwiegervater zur Hochzeit ein großes Grundstück in Ludwigsburg. Hier gründete Ernst Kumpf seine „Obstverwertungsanstalt“ mit dem erklärten Willen: „Besten Fruchtsaft so natürlich und schonend als möglich für Mensch und Natur herzustellen und anzubieten“.

An der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau erlernte er die Methode von Louis Pasteur – Obstsäfte nur durch Erhitzen im Wasserbad ganz ohne Chemie haltbar zu machen. Und damit begann dann endgültig seine Arbeit als Fruchtsaft-Pionier in Süddeutschland. „Großvater Ernst“, erinnert sich Senior Günter Kumpf, „machte mit kleinen Zetteln Werbung in Arztpraxen, in der Apotheke oder im Laden, dass er flüssige Früchte haltbar anbieten kann: Äpfel, Heidelbeeren, Himbeeren, rote Träuble oder Trauben, alles aus der Gegend.“ Und er bot damals schon über Zettel die Lohnmosterei an!

In der Erntezeit kamen um die Jahrhundertwende pro Tag zwischen 300 und 2.000 Kilo. Ganz ohne Automatisierung wurde von Hand gewaschen, zerkleinert, gepresst. „Damals gab es noch keine Lagermöglichkeiten, sondern der Großvater musste alles direkt in Flaschen abfüllen!“, erzählt Günter Kumpf. Und so gab es zwar viel zu tun, doch das Arbeitstempo war ganz anders. Als aber der erste automatische Füller kam und die Flaschen im Takt über das Fließband liefen, soll der Großvater gesagt haben: „Jetzt gefällt’s mir nimmer“. Denn mit der Technisierung ging etwas von dem verloren, was er geschätzt hatte.

Sicher durch schwere Zeiten

1967 siedelte der Betrieb, seit 1952 unter Günter Kumpf – dem Industriekaufmann –, an den heutigen Standort in Markgröningen-Unterriexingen um, inmitten eines Streuobstgebiets. Das Gelände in Ludwigsburg war zu klein geworden. In den vergangenen knapp 70 Jahren war hier viel passiert: Das Unternehmen überstand, weiterhin in Familienhand, zwei Weltkriege und wuchs stetig. 1925 hatte Willy Kumpf, geboren 1901 und promovierter Chemiker, den Fruchtsaft-Betrieb vom Vater Ernst übernommen – auch wenn bereits in den Zwanziger Jahren die Zukunft des Fruchtsafts unsicher war. Die Weltkriege warfen jedes Mal die Firma durch Rationierung und Rohwarenmangel weit zurück.

Heute wird die Kelterei, inzwischen in der vierten Generation, von Albrecht und Bernhard Kumpf geführt. Für die Firmenchefs ist es wichtig, das Ganze im Blick zu behalten: „Gewinnmaximierung greift einfach zu kurz“, betont Albrecht Kumpf. „Wir sehen unsere Betriebsführung als nachhaltig, also auch mit den sozialen und ökologischen Aspekten. Denn wir sägen nicht den Ast ab, auf dem unsere Früchte wachsen“..

An mittlerweile über 150 Sammelstellen können die Gütlebesitzer ihr Obst im Lohnmosttausch abliefern. Und von welcher Streuobstwiese sein Saft stammt, kann der Verbraucher seit 2012 im Portal „Saft mit Herkunft“ nachvollziehen. Sehr aufwändig sei es, die Herkunft sicherzustellen, aber: „Mit dieser Transparenz schaffen wir Vertrauen“. bekräftigt Albrecht Kumpf das Firmenengagement.

„Unsere Streuobstwiesen sind ein Reichtum“, sagt Günter Kumpf. Der NABU hat im Landkreis Ludwigsburg „Früchtchen-Touren“ im Erlebnisbereich Streuobstlandschaft ausgearbeitet, darunter neben „Schiller-Tour“ und „Boskoop-Route“ auch die „Ernst-Kumpf-Route“, von Ludwigsburg nach Bietigheim – 29 km auf den Spuren des Fruchtsaftpioniers!

© VdF/Hammer und Kumpf